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Wenn die Natur verstummt, wird das Leben zu einem Exponat der Vergangenheit.

Mein Werk „Museum of Life“ wirft einen schockierenden, zutiefst berührenden Blick in eine mögliche Zukunft: Eine Welt, in der die Natur aufgehört hat zu existieren und nur noch als staubiges Relikt in den Archiven der Menschheit überdauert. Im Zentrum des Wandreliefs liegt das Herz aufgebahrt – verrottet, leblos, wie ein fossiles Denkmal für das erloschene Leben selbst. Gerahmt wird diese Szenerie von zwei tiefgründigen Reliefbändern, die den unerbittlichen Lauf der Zeit erzählen. Auf der linken Seite zieht sich der reine, harmonische Lauf des Lebens empor: Von der Biene zur Blume, über Samen, Wasser und Sonne, hin zur Pflanze, der Nahrung und schließlich dem Menschen. Dem gegenüber steht auf der rechten Seite die chronologische Zerstörung durch unsere Hand: Ackerbau, Hausbau, Industrie, das gnadenlose Abholzen, Vergiften und Austrocknen – bis hin zum endgültigen Aussterben. Dazwischen sind in sterilen Schaukästen die einstigen Säulen unserer Erde ausgestellt: Bienen, Samen, fruchtbarer Boden, Wasser, Bäume, Eisberge und die DNA. Winzige Infoplaketten klären uns nüchtern über das auf, was wir einst besaßen und selbst vernichtet haben – von der Biene, die wir durch Pestizide ausrotteten, bis zur DNA, die wir nach unseren Vorstellungen manipulierten. Nähert sich der Betrachter dem Werk, löst der Bewegungssensor aus und die Exponate werden von künstlichem LED-Licht erhellt. Es ist ein intimer, schmerzhafter Moment, der uns die ultimative Frage aufzwingt:

Werden wir rechtzeitig wach – oder stehen wir bereits als Museumsbesucher vor den Trümmern unserer eigenen Existenz?

Details zum Kunstwerk:

• Objektart: Interaktives Mixed Media Wandrelief

• Maße: 100 x 75 x 16 cm

• Interaktion: Ausgestattet mit einem integrierten Bewegungssensor und LED-Beleuchtung (Akkubetrieb). Das gesamte Museum und seine einzelnen Exponate leuchten interaktiv auf, sobald sich der Betrachter dem Werk nähert.